Wo gehöre ich hin? Wo finde ich meinesgleichen?
Jeder Mensch hat das Bedürfnis nach Zugehörigkeit, Heimat, Willkommensein.
Unsere Psyche ist zum erheblichen Teil in der Steinzeit entstanden. Ein bisschen so wie damals ticken wir auch heute noch. Wer damals nicht vom Stamm akzeptiert wurde, konnte kaum überleben. Für Kinder gilt das noch viel extremer: Bis in die Jugendzeit waren wir damals nicht ohne die Unterstützung unserer Eltern oder naher Familienangehörigen lebensfähig.
Deshalb sind wir auch heute noch sehr darauf aus zu gefallen, nicht anzuecken und es anderen recht zu machen. Von unserer sozialen Umgebung akzeptiert oder abgelehnt zu werden, konnte damals über Leben und Tod entscheiden, und auch heute noch spüren wir den Gruppendruck, wenn wir uns ein
e eigene Meinung bilden und unseren eigenen Weg gehen.
Kriege hatten wir schon genug
Was machen wir denn nun mit diesem Bedürfnis? Mehr meditieren, um auch das Alleinsein zu genießen und persönlich souverän zu werden? Oder zeigen wir uns unserer sozialen Umgebung als Patriot, schwingen bei einem Länderspiel Deutschlandfahnen und stimmen anderen zu, wenn sie darüber klagen, dass die heutigen Deutschen nicht kriegstüchtig genug sind? Das letzte besser nicht. Die zwei Weltkriege sollten für Deutschland doch Lektion genug sein. Auch die zweite dieser Katastrophen wurde von Deutschland mit der Begründung begonnen sich verteidigen zu müssen (und auch Boris Pistorius wäre nicht so populär, würde er »Kriegsminister« heißen). Die Folge des zweiten dieser großen »Verteidigungskriege« (zur Erweiterung ‚unseres bedrängten Lebensraums‘) war, dass mindestens 60 bis 65 Millionen Menschen direkt durch den Krieg starben, indirekt noch viel mehr.
Im großen Ganzen untergehen?
Auch wenn wir nicht Patriot werden wollen, bleibt das Bedürfnis nach Zugehörigkeit. Unter spirituellen Menschen zeigt es sich im Persönlichen oft im Streben, das Ego zu überwinden. Im Sozialen im Bedürfnis, nicht einer Fraktion der Planetenbewohner anzugehören, sondern Weltbürger zu sein. Noch weiter gedehnt zeigt es sich in der Sehnsucht, in allumfassender Liebe mit dem großen Ganzen zu verschmelzen. Darin aufgehen. Nicht mehr Teil sein, sondern selbst das Ganze sein. Dann gibt es kein Draußensein mehr. Es kann keiner mehr ausgegrenzt werden oder rausfallen. Alle und alles gehören mit dazu.
Kokreative Grenzgestaltung
In diesem Weltmeer gäbe es dann aber keine Strukturen mehr, keine Beziehungen und nichts Persönliches. Alles nur ein Brei? So als würde man ein organisches Wesen in einen Mixer stecken – da kann dann nichts mehr leben. Das Unheil bringende Konfliktmuster »Wir gegen die anderen« gibt es dann zwar nicht mehr, aber auch keine Differenzierung, Gestaltung, kreative Schöpfung.
Um einen solchen undifferenzierten Brei zu vermeiden (und das auch noch für ’spirituell‘ zu halten) brauchen wir also eine Akzeptanz der Unterschiede, Grenzen und Bindungen. Diese sollten überwindbar sein, dehnbar, verschiebbar. Ganz geschlossen dürfen sie nicht sein, aber auch nicht ganz offen. Und unserer Individualität und Individuation zuliebe, sollten wir unsere Zugehörigkeit zu diesen begrenzten Räumen selbst wählen und deren Grenzen kokreativ mitgestalten.
Wöchentliche Podcasts
Den Leseren dieses Blogs und Rundbriefs gleich mal 😉 einen Vorschlag: Ihr könnt Mitglieder der Connection-Community werden! Mit einem Mindestbeitrag von 5 € pro Monat (bei Jahreszahlung sind es monatlich nur 4 €), erhaltet ihr Zugang zu meinen Podcasts. Ein paar davon gibt es schon, zu den Themen »Das Transpersonale«, »Mein Reich ist nicht von dieser Welt« und »Ekstatisch leben«, und es kommen weitere dazu. Ab 15. Dezember jeden Montag Abend ein weiteres, in dem ich zu verschiedenen Themen meine Gedanken aufspreche, auf Bücher hinweise, politische und gesellschaftliche Ereignisse kommentiere. Vielleicht werde ich dort bald auch wieder Interviews führen, so wie ich es als Redakteur von Connection gemacht habe.
Menschliches Wachstumsfeld
Mitglied werden in noch viel realer werdendem Sinn kann außerdem, wer sich unserer Gemeinschaft in Greven-Aldrup anschließen will. Dort haben wir ab Januar 100 qm mehr als bisher zur Verfügung, mit einem großen Wohnzimmer für kleine Events sowie Einzel- und Paarzimmer für Menschen, die sich hier einmieten oder mitarbeiten wollen. So würdet ihr Teilnehmer unserer kleinen »säkularen spirituellen Gemeinschaft«. Einer kleine Sangha, die sich dem mitmenschlichen Wachstum (human growth) widmet. Beitrag oder Mietzahlung oder per Mitarbeit oder einer Kombination aus beidem. Wir haben einen großen, bestell- und genießbaren Garten und in Haus und Garten zusätzlich zu den Bewohnern Platz für bis zu fünf Gäste, die hier mit uns eine Auszeit verbringen wollen.
Wie soll es weitergehen? Jedenfalls im Flow…
Im weiteren Sinne sind auch alle meine Leser Mitglieder dieser Connection-Community. Deshalb verweise ich hier auch auf externe Links zu Texten von mir und Events mit mir. Für die Zeitschrift Zeitpunkt habe ich darüber geschrieben, wie es ist im Flow zu sein. Für die Zeitschrift KGS-Berlin darüber, wie es weitergehen soll, wobei auch die Suche nach dem individuellen roten Faden eine Rolle spielt. Wer vor allem meditieren und sich entspannen will, kann sich für einen sehr preisgünstigen Drei-Tage-Schweigekurs mit Sauna im Yoga Vidya entscheiden, muss dann aber schnell sein, denn wenn es dort bis 15.12. nicht die Mindestteilnehmerzahl gibt, fällt er aus (und könnte dann evtl. im privaten Rahmen bei uns in Greven stattfinden).
Allein, mit anderen und die Raunächte
Allein zuhause, in der Partnerschaft oder Familie sich zugehörig fühlen, klar geht das auch! Weihnachten muss ja nicht, wo so oft, zu Konflikten führen, und die Raunächte sind allemal eine gute Jahreszeit, um sich zu besinnen. Wer für Silvester noch keine Entscheidung getroffen hat und sich für unsere Gemeinschaft interessiert, kann mich diesbezüglich anschreiben. Damit so vielleicht »wieder zusammenwächst, was zusammengehört«? Willi Brandt sagte diese berühmten Worte am 10. Nov 89 nach dem Fall der Berliner Mauer. Ein paar innere Mauern müssten dafür schon fallen; unserer Gesellschaft geht es ja immer noch vor allem um die äußeren Mauern.
Erotische Lebenskunst im Alltag
Oder du praktizierst Ekstatisch leben als Lebenskunst im Alltag. Das geht mit oder ohne dazu passendes Seminar. Hierzu publiziere ich ab diesem Dezember einen eigenen kleinen gratis Rundbrief, in den du dich hier eintragen kannst. Dort verweise ich auf meine EL-Seminare, die immer auch Humorworkshops sind. 2026 finden sie an inzwischen sieben Orten in Deutschland statt. In diesem Rundbrief gebe aber auch Tipps für einen Umgang mit der Balance zwischen Flow, Gelassenheit und stillem Entzücken, die in allen Alltagssituationen immer möglich ist. Wer solche Tipps lieber hört, kann hier Mitglied werden (ab 4 € / Monat).
Buddhistisches Tantra
Wem diese Tipps zum ekstatischen Leben nicht erotisch genug sind, kann sich auf Spotify das Interview anhören, das Christine Janson mit mir kürzlich geführt hat, unter dem Titel Zur Ekstase braucht man keinen Partner. Auch da geht es wieder um Ekstase als Lebenskunst, diesmal im Rahmen des gut 1300 Jahren alten buddhistischen Tantra, das kaum körperliche Praxis enthält. Manchmal wird es weißes Tantra genannt, im Gegensatz zum roten Tantra, das auch Maithuna, den sakralen Akt der körperlichen Vereinigung enthält. Darüber werde ich im Podcast bei Christine Janson auch noch sprechen. Der Dalai Lama ist der bekannteste lebende Tantriker. Er lebt als Mönch, gehört also zum weißen Tantra, und strahlt doch die Erotik es alles vereinenden Geistes aus – und übrigens auch die Erotik des Humors.
Wochenretreat für den Preis einer Einzelstunde
Bei den Einzelcoachings mit mir gibt es ab sofort eine Erweiterung. Damit eine Einzelsitzung (online oder offline) sich wirklich lohnt und im Idealfall eine einzige solche genügt, bitte ich die Interessenten sich mindestens eine Woche lang gut darauf vorzubereiten. Dann kann diese Woche für die Gebühr einer einzigen Stunde Einzelcoaching so tief wirken und zur einer glücklichen Neuausrichtung führen, wie in andren Fällen ein Wochen-Retreat, und du musst dafür nicht einmal dein Haus verlassen.
Nun der Cliffhanger …
Viele fragen mich dieser Tage, wie es denn mit unsere Jurte weitergeht. Die darf ich vorläufig nicht benutzen, hat mir unser örtliches Bauamt per gelbem Brief mitgeteilt. Mehr dazu, zu »Greven als Brückenstadt« und unserer Initiative einer Renaturierung der Aa im nächsten Rundbrief.