
Am Wochenende 01. bis 03. Mai 2026 wollen wir uns damit beschäftigen, wie es uns mit der Liebe geht. Einander erzählen und zuhören. Miteinander still sein und uns austauschen. Versuchen zu verstehen, was für Arten der Liebe es gibt: die Eltern/Kind-Liebe, den Eros, das sexuelle Begehren und körperlich/seelische Einswerden. Die spirituelle Liebe, die keine Bedingungen mehr stellt. Die Vorliebe und Sympathie – und noch so viel anderes!
Wie soll ich meine Seele halten, dass
sie nicht an deine rührt? Wie soll ich sie
hinheben über dich zu andern Dingen?
Ach gerne möcht ich sie bei irgendwas
Verlorenem im Dunkel unterbringen
an einer fremden stillen Stelle, die
nicht weiterschwingt, wenn deine Tiefen schwingen.
Doch alles, was uns anrührt, dich und mich,
nimmt uns zusammen wie ein Bogenstrich,
der aus zwei Saiten eine Stimme zieht.
Auf welches Instrument sind wir gespannt?
Und welcher Geiger hat uns in der Hand?
O süßes Lied.
Das schreib Rainer Maria Rilke 1907 auf der Insel Capri. Es ist eines seiner schönsten Gedichte. Aus zwei Saiten eine Stimme ziehen, wer würde das nicht ersehnen! Und dann den Bogen finden, der da die Violine zum Klingen bringt! Was ist das für eine mysteriöse Kraft, die dahingehend wirkt, dass wir Liebende werden?
Können wir lernen zu lieben und es annehmen geliebt zu werden? Ich halte beides für möglich. Jemanden oder etwas ‚in sein Herz aufnehmen‘, das ist so leicht oder schwer wie Meditation. Es ist erlernbar. So wie wir ein- und ausatmen, können wir uns einander anvertrauen und wieder ausvertrauen. Uns einnisten und wieder ausnisten. Uns in- und miteinander beheimaten und wieder ins Exil schicken. Selbsterkenntnis hilft dabei.
Der Zeitplan für das Wochenende:
Freitag Abend 20 h Kennlerntreffen in unserem Gemeinschaftswohnzimmer, in dem nun gelegentlich kleine Seminare stattfinden.
Dort geht es am Samstag weiter, von 10 bis 12 h. Dann helfen ein paar von uns beim Zubereiten des Mittagessens. 13 h ist gemeinsames Mittagessen.
Am Nachmittag geht’s weiter von 15 bis 18 h. Um 19 h Abendessen.
Sonntag wie Samstag, Ende jedoch schon um 17 h.
Wer von weit her kommt, kann bei uns übernachten und bekommt morgens um 9 h ein Frühstück.
U/V für Übernachtungsgäste von Fr bis So 160 €. Wer woanders schläft, zahlt nur 60 € für die Verpflegung. Die Teilnahme am Seminar kostet 140 € für Fr bis So oder 120 € für nur Sa/So.
Der Zeitplan kann sich anhand der Bedürfnisse der Tn ändern. Im Folgenden ein paar Ideen, wie wir das WE gemeinsam gestalten können:
Fr Abend 20 h: Wer bist du und warum kommst du zu diesem Thema zu uns?
Sa 10-12 h: Wie unterschiedlich ist doch das, was wir Menschen unter »Liebe« verstehen! Für die alten Griechen gab es Eros, Philia, Agape und Storge. Für die Lateiner Amor, Caritas, Dilectio, Affectus und Gratia. Im arabisch/islamischen Kulturraum Hubb, Ishq und Mahabba. Im indischen Kama, Prema und Bhakti. Und was verstehst du unter Liebe ?
Sa 15-18 h: Führt Liebe eher zu Freude und Erfüllung oder eher zu Kummer und Schmerz? Austausch unter uns. Ist Liebe nur ein Getroffenen (von Amors Pfeil), oder können wir etwas dafür tun? Einen anderen Menschen ‚in mein Herz aufzunehmen‘.ist jedenfalls eine geistige Praxis aus dem Buddhismus.
So 10-12 h: Gibt es einen weisen Umgang mit Liebe im Alltag? Wenn ja: wie bitte geht das?
So 15-17 h: Wie soll es weitergehen mit uns? Mit uns Einzelnen und in Gesellschaft. Allein und verbunden.
Anmeldung über schneider@connection.de
Aber die harte Schale ist durchlässig.
Oder geht es auch so offen(herzig), wie diese Blüten es tun? Die Natur macht es uns vor: