Lade Veranstaltungen

« Alle Veranstaltungen

Können wir Gott ERFAHREN?

September 10 @ 19:00 - 20:30

Der Sachausschuss »Martinus feiert Sakramente« aus dem Pfarreirat der St. Martinus Kirche in Greven lädt mich für den 10. September ein, im Haus der Begegnung vor dem Südportal dieser großen alten Kirche über mein Leben, meine Suche und meinen Zugang zu Gott zu sprechen. 

Folgende Fragen bewegen mich, seit ich erwachsen bin, Südasien und Südostasien bereist habe und in Thailand eine Zeit lang buddhistischer Mönch war.

Wie können wir Gott begegnen? Können wir ihn zu Lebzeiten erfahren? Was stellen wir uns überhaupt unter »Gott« vor?

Viele Menschen denken, Gott können wir erst nach unserem Tod begegnen, wenn wir das Glück haben, nach unserem Erdenleben in den Himmel zu kommen. 

Andere denken, wir können immerhin den Gottessohn im Abendmahl erfahren, indem wir uns über die Hostie mit ihm körperlich vereinigen. Hoc est corpus meum – dies ist mein Leib, heißt es dazu in der christlichen Liturgie. 

Wieder andere meinen, eine direkte Begegnung mit Gott sei jederzeit möglich, wie etwa die Mystiker der Weltkulturen sie berichten, als ekstatisches Erlebnis mit einem persönlichen Gott oder dem Großen Ganzen. 

Wieder andere sagen, Gott gäbe es nicht, oder er sei keine Person, sondern das Ganze der Natur bzw. des Kosmos. Unsere Zugehörigkeit zu diesem Ganzen könnten wir in einer naturmystischen Erfahrung erleben, bei einem Nahtoderlebnis oder mithilfe von Psychedelika oder in der Meditation. 

Wieder andere sagen, wir alle seien Kinder Gottes bzw. Kinder der Natur. Wir seien Geschöpfe, d.h. Erschaffene und als solche auch selbst Schöpfer, weil Gott uns nach seinem Ebenbild erschaffen habe. 

So viele Zugänge gibt es zu Gott, zum Großen Ganzen! So viele Zugänge zu dem woher wir kommen und wohin wir gehen. Lasst uns darüber reden. 

Zu dieser Veranstaltung sind Gläubige wie nicht Nicht-Gläubige eingeladen. Menschen aller Herkünfte, Kulturen und Religionen sind willkommen. Gemeinsam wollen wir erforschen, was uns miteinander und mit Gott verbindet. Über die Grenzen der Weltanschauungen hinweg wollen wir uns verständigen und uns miteinander verbinden. Jeder mit seinem, jede mit ihrem Glauben. Mit Respekt vor dem, wie andere sind und woran sie glauben.

Es gibt so vieles in den Heiligen Schriften der Weltliteratur, das darauf hindeutet, dass wir auf unserer Heldenreise der persönlichen Entfaltung in uns selbst und im anderen das höchste Potenzial antreffen können, das in uns wohnt und sich ausdrücken möchte: das Heilige, Vollendete. Dass wir eben dies sowohl in uns selbst wie im Mitmenschen antreffen. 

In den Evangelien finden wir Aussagen wie diese: »Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende«, »Wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen« und »Was ihr getan habt einem meiner geringsten Brüder, das habt ihr mir angetan.« Ähnliche Aussagen gibt es auch im Buddhismus: »In jedem fühlenden Wesen ist ein vollendeter Buddha bereits gegenwärtig; nicht als Zukunftsversprechen, sondern als jetzt schon da.« Und auch in den anderen Kulturen und Religionen der Welt finden wir solche Aussagen. 

Lasst uns dem Verschiedenen mit Respekt begegnen. In unserem Miteinander sollten wir uns aber mehr von dem Gemeinsamen leiten lassen. 

Details

  • Datum: September 10
  • Zeit:
    19:00 - 20:30

Veranstaltungsort