
21. bis 26. April:
Die Ekstase durch Selbstbeobachtung in der Stille, die ich als 23-jähriger in einem Vipassana-Kloster in Thailand erfuhr, war für mich der Beginn eines Lebens, das um die Fähigkeit kreiste, durch Gewahrsein unabhängiger zu werden von äußeren Umständen. Zentrierter zu werden, resilienter, mehr bei mir selbst. Weniger reizbar, triggerbar, manipulierbar.
Im Lauf der folgenden Jahrzehnte entdeckte ich auch die Fähigkeit, die Durchlässigkeit meines Ichs zu regulieren und nicht nur in der Meditation und in Liebesbeziehungen, sondern auch unter widrigen Umständen meine Verbundenheit zu spüren.
Das Erlebnis, das ich damals als 23-jähriger erfuhr, war so stark, dass ich mich daraufhin in Thailand als Mönch einweihen ließ und eine Regenzeit lang im Kloster blieb. Später wieder in Europa, begann ich in Vipassana-Retreats zu leiten, gab diesen Lebensweg jedoch wegen anderer Verpflichtungen auf und bildete mich in Psychosomatik und Gemeinschaftsleben aus. So konnte ich auch den Gegenpol der inneren Ekstase, die äußere Ekstase des Flow praktizieren und lernte sie zu unterrichten.
Jetzt im Alter kehre ich zu meinen Wurzeln zurück. Der Fokus auf die innere Ekstase ist mir nun wieder so wichtig wie damals als Mönch, als mein höchstes Ziel das war, was der Buddha erreicht hatte. Deshalb biete ich nun im Upleven ein Schweige-Seminar an, das um die innere Ekstase kreist. Sie einzuüben, um sie dann auch im Alltag zu erfahren, gelingt leichter gemeinsam als allein. Das Upleven ist dafür der idealer Ort, um eine kleine Sangha entstehen zu lassen.
Etwa zwei Mal täglich treffen wir uns in diesem Retreat zum Sprechen. Da können Fragen gestellt und Erfahrungen ausgetauscht werden. Den Rest der Zeit schweigen wir und tragen im Haus die rote Schärpe, die besagt: I am in silcence.
Bei Bedarf gibt die Möglichkeit von Einzelgesprächen mit mir. Das Wesentliche an diesem Retreat aber ist das Eintauchen in die Stille, die alles wahrnimmt, alles verzeiht, alles umgibt und uns darin trägt und behütet.
Dienstag, 21. April:
17 h Einchecken
18.00 Begrüßung im Seminarraum (EG)
18:30 Abendessen im Schweigen
19.30-20.30 Vorstellungsrunde im Seminarraum: Was hat dich in dieses Retreat geführt? – eine kleine Sangha entsteht.
21:00–21:30 stille Meditation (im Seminarraum)
Mittwoch 22. April:
07:00 stille Meditation (im Meditationsraum, 3. Stock)
08:00 Frühstück im Schweigen
09-11 Treffen im Seminarraum: Einführung in Struktur und Intention dieses Retreats. Gelegenheit zum Sprechen und Zuhören
12:00–12:30 geführte Meditation (im Meditationsraum)
13:00 Mittagessen
15-17 im Seminarraum: Körperübungen, achtsames Gehen, Gelegenheit zum Sprechen und Zuhören
17:45–18:15 stille Meditation (im Seminarraum)
18:30 Abendessen im Schweigen
19.30-20.30 h im Seminarraum: achtsame, genussvolle Bewegungen
21:00–21:30 h stille Meditation (im Seminarraum)
Donnerstag, 23. April:
07:00 stille Meditation (im Meditationsraum)
08:00 Frühstück
09-11 Treffen im Seminarraum: Körperübungen
15-17 im Seminarraum: Körperübungen, achtsames Gehen, Gelegenheit zum Sprechen und Zuhören
12:00–12:30 geführte Meditation (im Meditationsraum)
13:00 Mittagessen
15-17 im Seminarraum: Körperübungen, achtsames Gehen, Gelegenheit zum Sprechen und Zuhören
17:45–18:15 stille Meditation (im Meditationsraum)
18:30 Abendessen
19.30-20.30 h im Seminarraum: achtsame, genussvolle Bewegungen
21:00–21:30 h stille Meditation (im Meditationsraum)
Freitag 24. April:
07:00 stille Meditation (im Meditationsraum)
08:00 Frühstück
09-11 Treffen im Seminarraum: Körperübungen, achtsames Gehen, Gelegenheit zum Sprechen und Zuhören
12:00–12:30 geführte Meditation (im Meditationsraum)
13:00 Mittagessen
15-17 im Seminarraum: Körperübungen, achtsames Gehen, Gelegenheit zum Sprechen und Zuhören
17:45–18:15 stille Meditation (im Meditationsraum)
18:30 Abendessen
19.30-20.30 h im Seminarraum: achtsame, genussvolle Bewegungen
21:00–21:30 h stille Meditation (im Meditationsraum)
Samstag 25. April:
07:00 stille Meditation (im Meditationsraum)
08:00 Frühstück
09-11 Treffen im Seminarraum: Körperübungen, achtsames Gehen, Gelegenheit zum Sprechen und Zuhören
12:00–12:30 geführte Meditation (im Meditationsraum)
13:00 Mittagessen
15-17 im Seminarraum: Körperübungen, achtsames Gehen, Gelegenheit zum Sprechen und Zuhören
17:45–18:15 stille Meditation (im Meditationsraum)
18:30 Abendessen
19.30-20.30 h im Seminarraum: achtsame, genussvolle Bewegungen
21:00–21:30 h stille Meditation (im Meditationsraum)
Sonntag 26. April:
07:00 stille Meditation (im Meditationsraum)
08:00 Frühstück
09-11 Treffen im Seminarraum: Zusammenfassen der Erfahrungen. Tipps für die Alltagspraxis
12:00–12:30 geführte Meditation (im Meditationsraum)
13:00 Mittagessen
14 h Abschiedsrunde und Abreise
Leitung: Wolf Sugata Schneider
Seminarkosten: 500 €.