Die Situation in Deutschland ist düster. Auch in Europa, auch in der Welt. Wie kann man da noch fröhlich sein? Die Frauenrechtlerin Emma Goldmann (1869–1940) setzte dem entgegen: »Wenn ich nicht dazu tanzen kann, ist es nicht meine Revolution!«.
Wo sind die Menschen, die sich mit uns zu einer fröhlichen Revolution verbinden? Einer Revolution des Bewusstseins, die unser Leben positiv verändert, ehe uns von der Technologie eine unerwünschte »Umwälzung der Verhältnisse« (das ist die Bedeutung von Revolution) aufgezwungen wird. Abwarten, dass KI uns in einer weiterhin kapitalistischen Wirtschaft beherrscht? Nicht mit mir, nicht mit uns! KI in einer Festung einzusperren ist inzwischen kaum mehr möglich. Uns vor ihr zu schützen wäre auch eine Festung, dann wären dann wir die Eingesperrten.
Gesucht: kreative Selbständige
In unserem Projekt in Greven-Aldrup ist noch Platz für zwei Mitmacher bei unserem fröhlichen Widerstand. Zwei große Zimmer in unserer WG sind noch frei. Kreative Selbständige, die vor den kommenden Stürmen nicht den Kopf in den Sand stecken, sind hier genau richtig. Bist du ein solcher oder willst es werden? Weiblich, männlich, egal welches Alter. Schau auf connection.de und in unseren Youtube-Kanal, ob du zu uns passt, dann finden wir für Mietkonditionen und die Art der Zusammenarbeit eine gute Lösung.
Genuss und Widerstand
Solltest du woanders eingebunden sein, dich aber im November für ein paar Tage oder Wochen frei machen können: Schau auf Mallorca im November. Dort werden wir uns einen ganzen Monat lang dem Genuss und Widerstand widmen. Genuss der Landschaft, des Meers, des mediterranen Essens und Flanierens wie auch unseres kreativen Miteinanders. Und dem Widerstand gegen die Zumutungen unserer Zeit. Wer werden unsere Resilienz stärken, inneren Frieden finden und uns für den äußeren einsetzen.
Holiday4help
Nun unser vertrauensvolles Angebot an Menschen, die schon mal Catering gemacht haben oder sich das zutrauen: Wenn du einen Monat lang circa 4 h am Tag unsere kleine Gruppe von 10-12 Leuten mit einem Frühstück und einem Abendessen versorgst, bist du vor Ort kostenfrei und bekommst die Seminarvormittage dazu geschenkt. Noch besser: Ihr macht es im DZ zu zweit, mit einer kleinen Kostenbeteiligung, dann sind es für jeden von euch nur etwa Ø 2 h Arbeit pro Tag, und ihr könnt euch abwechseln.
Spiritualität, Lebendigkeit, Kreativität
Wirtschaft, Politik und Gesellschaft versuchen, uns durch erhöhten Druck zu noch mehr Anpassung zu zwingen. Dem setzen wir unseren Geist, unsere Lebendigkeit und Kreativität entgegen. Dem Trio liberté, fraternité, egalité der französischen Revolution fügen wir nun, mehr als 200 Jahre danach, spiritualité, vivacité, creativité hinzu. Es ist ja noch nicht so schlimm wie Roberto Benigni es im zweiten Teil seines Films »Das Leben ist schön« darstellte. Noch haben wir ein paar Möglichkeiten.
Spott den Großen, Friede den Kleinen
Eine unserer Möglichkeiten ist der Humor: Wir lachen über uns selbst; so werden wir nicht zum Opfer. Eine andere: Wir verspotten die Übeltäter, anstatt vor ihnen zu kollabieren. So wie Charlie Chaplin es mit Hitler gemacht hat in »Der große Diktator« und Martin Sonneborn es macht mit der europäischen Politik: »Wählt DIE PARTEI. Sie ist sehr gut.« Ich treffe ihn am 1. Oktober in Münster, wo Friedrich Merz der NATO in der Person von Mark Rutte den Westfälischen Friedenspreis übergeben wird. Dürfen wir darüber lachen? Um psychisch gesund zu bleiben, müssen wir es.
Tantrischer Widerstand
Eine dritte ist die Freude am individuellen Dasein. Zunächst freue ich mich an und mit mir selbst. Dann mit dir und euch in meinem nahen Umfeld und Freundeskreis. Dann im Orbit des Biotops Erde, der uns anvertraut wurde. Wir brauchen eine Revolution, soweit klar. Aber, wie Emma Goldmann es sagte: Wenn wir sie nicht tanzend vollziehen können, ist es nicht unsere Revolution. Unser Widerstand darf ein tantrischer sein. Auch Kurt Tucholsky, Bert Brecht, Alexis Zorbas, Shree Rajneesh und Christian Meyer sind mir dabei Vorbilder – nicht in jeder Hinsicht, aber in vieler, das genügt. Tucholsky zum Beispiel nicht mit seinem Kollabieren 1935 in Schweden: »Gegen einen Ozean pfeift man nicht an.« Doch!!! Wir pfeifen gegen den Zeitgeist an. Wie Greta Thunberg es sagte: »Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut!«
Nur Mut!
Nur Mut – so ein schönes Motto. Unser neuer Bundeskanzler hat es verwirklicht, wie ich hier gerade lese, in diesem zuversichtlichen Beitrag von Andy Rietschel auf pressenza.com. Nachdem der alte nach dem Blamage am 1. Oktober in Münster endlich gestürzt wurde, begann eine stille Revolution, wie die von 1989, eine friedliche. Fügen wir dem nun noch die Freude hinzu, lasst uns auf dem Strassen tanzen! So wie die Frauen von One Billion Rising es einst taten und viele noch tun – nicht nur gegen Femizide, sondern gegen Gewalt ganz allgemein.
Laute und stille Ekstase
Unser Monat auf Mallorca wird auch Elemente meiner »Ekstatisch leben« Workshops enthalten. Stille Ekstase ebenso wie laute. Wenn du in Mallorca nicht mit dabei sein kannst, komm im Oktober nach Stuttgart (15.-18.) oder nach Leipzig (23.-25.). Oder zum Stille-Retreat im Februar ins Upleven (23.-28.2.27.).

Dazu Karl Valentins unvergessliches Zitat: „„Ich freue mich, wenn es regnet, denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch.“
🙂
Ja, »Wenn ich nicht dazu tanzen kann, ist es nicht meine Revolution!« Als Grundhaltung wird das so sein müssen oder gar nicht. Vielleicht ergänzt um den Tanz der Sufis, ergänzt um deren Bereitsschaft für den Strudel, den Sog der Erkenntnis, dass sich nicht nur ein paar Dinge an der Oberfläche ändern müssen, sondern das, was diese Oberfläche trägt und zur Wirklichkeit macht.
Ich hab dazu einen ergänzenden Gedanken, den ich in diesem Essay formuliert habe: „Diese besondere Wahrnehmung der Welt“