… und das Wort (oder der Logos) war bei Gott. So beginnt das Johannes-Evangelium, so deutungsschwanger. Können wir Heutige damit noch etwas anfangen? Ich nehme diese Worte zum Anlass mich zu fragen inwiefern Sprache fähig ist, Wirklichkeit zu gestalten.

Das ist das Thema meines Buchs »Zauberkraft der Sprache«, das ich vor ein paar Wochen neu veröffentlich habe, nun mit einem schöneren Cover und einem neuen Vorwort. Jetzt fokussiert es noch genauer auf die schöpferische Magie – die Zauberkraft – die wir mit Sprache ausüben, meist ohne dass uns das bewusst ist.

Meine Kernthese ist: Wer als Kommunizierender sich bewusst ist, dass Kommunikation geschieht, ist nicht manipulierbar. Als Kommunizierende sind wir fähig, Sprache zum Guten einzusetzen (benedire, gut sprechen, d.h. segnen) ebenso wie zum Schlechten (maledire, schlecht sprechen, d.h. verfluchen). Wobei das Bewusstsein dieser Macht dazu führt, die gute Wirkung zu bevorzugen, denn die schlechte fällt auf den Böses Sagenden zurück.

Mehr zu dem Buch findet ihr hier. Dort auch das neue Vorwort. Bestellen könnt ihr das Buch bei Syntropia; die Neuauflage mit dem schönen Cover für 15 €, Restexemplare der ersten Auflage für 5 €.

Kopf, Herz und KI

Was KI anbelangt, trifft mein Zauberkraftbuch auf Yuval Hararis geniale Vorschau auf die Gefahren und Chancen von KI. Die hat er schon vor zwei Jahren in seinem Buch Nexus dargelegt, und er aktualisiert sie laufend. Z.B. in diesem Vortrag. Wer auf seinem Entwicklungsweg den Kopf nicht beiseite lassen will, kann in der Regel mit den Erklärungen von Harari viel anfangen. Den Verstand nicht beiseite zu lassen finde ich allemal auch für Herzmenschen ratsam, damit sie sich nicht ins Sentimentale, Naive, Leichtgläubige abdriften. Motto: Leichtsinn und Vertrauen sind gut, Leichtgläubigkeit nicht.

Der Vortrag, den Harari kürzlich an der Universität von Oxford hielt (hier von KI auf Deutsch übersetzt und von mir überarbeitet) beginnt mit: »Das Wichtigste, was man über KI wissen muss, ist, dass es kein Werkzeug ist. Es ist kein Werkzeug in unseren Händen sondern ein Akteur mit eigenen Händen. Was genau ist Handlungsfähigkeit? Wie unterscheidet sich ein Akteur von einem Werkzeug? Akteure weisen mehrere charakteristische Merkmale auf. Sie benötigen nicht unbedingt Bewusstsein. Man braucht kein Bewusstsein, um ein Akteur zu sein. Was man braucht, ist die Fähigkeit, selbstständig Entscheidungen zu treffen. Die Fähigkeit, neue Dinge und neue Ideen selbst zu erfinden. Ein Akteur sollte in der Lage sein, Dinge zu erlernen, die seine Schöpfer noch nicht wussten, und er sollte in der Lage sein, sich auf eine Weise selbst zu verändern, die seine Schöpfer nicht vorhersahen.«

In uns ist der Himmel

Nicht so intellektuell wie Harari spricht Angaangaq von den Inuit aus Grönland. Er liest nicht, wie Harari es tut, von einem Skript ab, sondern spricht frei und manchmal zögernd in die Kamera; und er braucht für seine Ansage keine fünf Minuten. Die folgenden Sätze sind meine Zusammenfassung seiner Ansage auf Deutsch: In uns ist der unendliche Himmel, und der ist größer als der Himmel über uns. Er umfasst alles. Wir haben das nur noch nicht richtig verstanden. Deshalb werden noch viele weitere Menschen um uns herum krepieren. Weil wir uns nicht aufeinander beziehen. Aber wir haben die Chance uns zu ändern. Dann werden wir zu uns selbst nach Hause kommen und die nächste Ebene des Bewusstseins erreichen. Das ist die Botschaft, welche die Religionen eigentlich zu vermitteln suchen.

Bobby Langer ist nun mit dabei

Connection.de hat schon immer beansprucht Verbindungen zu schaffen: zwischen Herz und Kopf, Innen- und Außenwelt und noch so viel anderem. Und zwischen Menschen. Seit ein paar Wochen habe ich nun einen Mitblogger: Bobby Langer. Wir kennen uns seit den 90er Jahren, haben in dieser Zeit unfassbar viele Nachrichten und Meinungen ausgetauscht und auch mal zusammen ein Konzept für die philosophische Fakultät einer afrikanische Universität entwickelt – dort sollte Philosophie wieder mit Weisheit zu tun haben. Die Philosophen der heutigen Unis sind ja leider überwiegend nur Intellektuelle, die den Ursprung dieser schönen Tradition vergessen haben, die von Freundschaft (philia) mit Weisheit (sophia) geprägt war.

Nun ist Bobby auf connection.de mit dabei und publiziert auch hier seine Einsichten und Weisheiten.

November auf Mallorca

Vor ein paar Wochen hatte ich hier im Blog auf meinen Plan verwiesen, den November 2026 in Puerto Pollensa auf der Nordseite Mallorca zu verbringen. Das ist von vielen meiner Leser und Freunden begeistert aufgenommen worden. Wir sind damit schon fast ausgebucht. Unsere Räumlichkeiten bevorzugen allerdings Paare: im Haus haben wir ausschließlich Doppelzimmer. Es können auch nicht alle Interessenten den ganzen Monat dabei sein: Buchungen für den ganzen Monat bevorzugen wir  ebenfalls. Einige der Teilnehmer mieten sich deshalb ein Zimmer in Fußweite unseres Hauses in Puerto Pollensa. Deshalb sind jetzt noch zwei DZ zu vergeben; für 2000 € pro Person für den ganzen Monat Halbpension, Workshops inklusive. Wer Interesse hat, schreibe mich an.