Was wir brauchen: Liebe und Mut (Rundbrief Nr. 151)

»Wenn wir nicht nur Herdentiere und Mitläufer sein wollen, dann müssen wir uns dieser Aufgabe stellen«—Wolf

Alle Welt spricht und diskutiert über Trump. Das haben sich seine Fans ja so gewünscht: Es muss sich was ändern! Richtig, es muss sich was ändern, aber bitte nicht so, nicht das, nicht mit dem. Warum so nicht und was genau sich ändern muss, dazu habe ich hier im Blog schon einiges geschrieben und werde das weiterhin tun, in jedem meiner Beiträge, hier im Blog und in den Zeitschriften, für die ich schreibe: KGS Berlin, Spuren, Ursache&Wirkung, Osho Times, Buddhismus aktuell. Wir brauchen nicht nur eine sich epidemisch ausbreitende Revolution des Bewusstseins, sondern auch dessen, was wir tun.

Der Prophet im eigenen Land …

Nun bin ich dieser Tage nach Brasilien eingeladen worden, um dort meine Ideen zu einem Paradigmenwechsel in der Weltpolitik und Weltkultur darzulegen. Im eigenen Land wird der Prophet (der ich nicht bin, siehe meinen vorigen Blogeintrag) ja nicht gehört – vielleicht eher in Brasilien? Dazu später mehr. 

Jetzt erstmal zu der Esoterik-Sendung »Fakten-Checker«, die morgen früh um 9.15 h auf RTL ausgestrahlt wird, in der ich »der« Experte bin. Vor allem hab ich den Expertenstatus meinem Buch »Kleines Lexikon esoterischer Irrtümer« zu verdanken, das vor ein paar Jahren im Gütersloher Verlagshaus erschienen ist, und natürlich auch meinen 30 Jahren Herausgeberdasein der Zeitschrift Connection. Den Film soll es danach in der Mediathek geben, sagte mir die zuständige Redakteurin, ich bringe ihn den Link spätestens in meinem nächsten Rundbrief – und werde den Film dann hoffentlich auch selbst gesehen haben. 

Liebe ist wichtiger als Esoterik

Folgende Aussage von mir aus den Interviews zur Sendung kam leider nicht in die Sendung – der Film wird ja ‚im Schnitt gemacht‘, genauso wie unser Weltbild im Kopf – , sie wurde aber immerhin in die Facebook-Werbung (der sagamedia GmbH) für den Film übernommen: »Die Wissenschaft kann Bewusstsein nicht erklären. Sie kann auch die Liebe nicht erklären. Und wir wissen doch alle, wir sind Liebende. Wir sind Menschen, die geliebt werden wollen, und die lieben wollen. Wenn wir uns auf diesen Weg begeben, die eigene Liebesfähigkeit zu kultivieren, dann sind wir auf dem richtigen Weg. Wenn Esoterik uns dabei unterstützt, gut. Wenn sie uns nicht dabei unterstützt, dann weg mit der Esoterik. Das Primat sollte sein: Liebe«.

Danach befragt, wird wohl jeder, den ich kenne, dem zustimmen. Was aber tun wir? Wir lenken uns ab, wir zerstreuen uns.

Pinchbecks Manifest gegen die Apokalypse

Kommenden Montag, 6. Januar, wird das Buch »How soon is now – wie lange wollen wir noch warten? Ein Manifest gegen die Apokalypse« von Daniel Pinchbeck ausgeliefert, das ich im vergangenen halben Jahr aus dem  Amerikanischen ins Deutsche übersetzt habe. Gestern habe ich im Blogeintrag Mein Ökogewissen daraus zitiert und werde das weiterhin tun. Das Buch hat mich nicht nur sprachlich, sonden auch inhaltlich stark bewegt, vielleicht könnte ich sogar sagen, es hat mich geprägt. 85 Prozent des Buchs halte ich für eine geniale Zusammenfassung der Ökokrise, in der wir uns befinden, die ja auch eine Zivilisationskrise ist. Mit 15 Prozent der Inhalte bin ich nicht einverstanden (gut so!), finde sie aber nichtsdestoweniger so diskutabel und mutig, dass ich froh bin, dass er sie geäußert hat, obwohl er weiß, dass ihm das auch Feinde macht. 

Pinchbecks Motto »Wir brauchen ein neues Betriebssystem der Zivilisation auf Planet Erde, eine neue App genügt nicht«, ist in diesen Monaten auch mein Motto geworden. Wir brauchen ein neues Paradigma (oder mehrere) und darauf aufbauend ein neues Betriebssystem. Die Aufgabe ist unvorstellbar groß, wer sich ihr stellt wird für größenwahnsinnig gelten, aber wir müssen uns ihr stellen, wir alle Bewohner dieses Planeten, die nicht nur Herdentiere und Mitläufer sein wollen, auch darin bin ich mit Pinchbeck einer Meinung.

Termine

Anlässlich des Erscheinens seines Buchs auf Deutsch (es ist fast parallel dazu auch auf Englisch erschienen) wird Daniel Pinchbeck am 6. Februar in Frankurt sein, beim Frankfurter Ring, am 14. 2. in Hamburg, am 15. 2 in Berlin, am 17. 2. in München und am 18. 2. in Basel.  

Das BecomeLove Festival, das vom 7. bis 9. April in Berlin stattfindet, beschäftigt sich mit der Kokreativität der Liebe. Ich gebe dort einen Kurzworkshop über das Thema meines Buchs »Ohne dich wäre ich ein anderer«: Wie wir in der Liebesbeziehung nicht nur eine Wir-Identität kreieren, sondern auf der Heldenreise unseres Lebens uns dabei auch gegenseitig kokreativ unsere Ichs mitgestalten. 

Auf dem Osterfestival des BeFree Instituts (13. bis 18. 4. auf Gut Frohberg bei Meißen) gebe ich einen Humorworkshop über die »Kreuzigungen und Wiederauferstehungen« in der Liebe, außerdem voraussichtlich noch einen Kommunikationsworkshop (»Schweigen kann das Problem sein, aber auch die Lösung«) und etwas zum Thema des Spiels (»Leela«) oder der Spiele, der Wandlungen unserer Identität, die wir auf den Brettern aufführen, die die Welt bedeuten.

Weitere Termine im nächsten Newsletter.

Mut

Würdest du vom 10-Meter-Turm springen? Dann schau dir bitte diesen Film von Maximilien von Aertryck und Axel Danielson an. Vielleicht brauchen die Erneuerer der Zivilisation auf Planet Erde so viel Mut, wie diese Menschen hatten, die hier gesprungen sind.

Connection-Hefte

Oft werde ich gefragt, wo es denn die Connecionhefte, sofern noch auf Lager, und meine Bücher zu kaufen gibt. Ganz einfach: bei Syntropia. Heute bestellt, in ein paar Tagen geliefert. In Deutschland Lieferung frei Haus. 

Mit herzlichem Gruß

Wolf

schneider@connection.de

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Diskussion zu: Was wir brauchen: Liebe und Mut (Rundbrief Nr. 151)

  1. Hihi, normalerweise finde ich kaum Rechtschreibfehler, bin ja selbst Rechtschreibschwach… Aber „wir zertreuen uns“ fiel mir auf und ich finde das neue Wort durchaus genauso passend um es in meinen Wortschatz mit einzubringen… 😉

    Lg auf die Insel von Zuhause, Deva

  2. Äußert Pinchbeck auch konkrete Vorschläge? Das breite Aufzeigen unseres Dilemmas ist ja eine Sache aber noch wichtiger ist ja das Aufzeigen von Ideen, Maßnahmen.

  3. @ Deva: stimmt. Witzig: Wir zertreuen uns 🙂
    Ich korrigiere es trotzdem! Danke!
    Su

  4. @ Gerhard: Ja, Pinchbeck gibt VIELE Vorschläge, was wir tun können. Ein ganzes Abschlusskapitel seines Buchs ist seinem Action-Plan gewidmet. Sehr einleuchtende Vorschläge! Einige davon habe ich schon genannt: kein Fleisch mehr essen (oder kaum mehr, wer nicht ganz damit aufhören kann), keine unnötigen Flüge mehr. Und viele weitere, das individuelle Verhalten betreffend. Aber es reicht nicht, als Individuum zum ‚Öko-Gutmenschen‘ (mein Begriff) zu mutieren, es braucht eine Weltrevolution – des Bewusstseins, aber auch politisch, sozial, ökonomisch, spirituell und insbesondere auch landwirtschaftlich. Alles das steht sehr ausführlich in dem Buch. Ich möchte dazu noch einiges mehr in meinem Blog bringen, denn nicht jeder wird sich das Buch kaufen wollen. Es kostest 24.90 € auf Deutsch (wenn uns dann die Weltrevolution gelingt, ist das natürlich kiki – und nur 6.66 € auf Englisch, auf dem Kindle, für diejenigen, die nicht prinzipiell Amazon meiden wollen).

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