Verkehrstote in Deutschland monatlich © 2015 grafische Gestaltung T. Brügge mit Bildquelle: Kutsyi Bohdan/Shutterstock.com & Photographee.eu/Shutterstock.com

Erleichternde Todeszahlen und das Geschenk des Terrors

Ja, Terroranschläge wie jener in Paris sind erschreckend. Für den Schock und das Leiden jedes Betroffenen und für die Trauer der Angehörigen können wir Mitgefühl empfinden. Die Einzelschicksale zu betrachten und zu achten, ist wichtig.

Zugleich sollten wir die derzeitigen Opferzahlen aber auch im Verhältnis dazu sehen, wie sonst Schicksalsschläge unser Leben – in Deutschland und anderswo in Europa – beenden können. Das relativiert vielleicht die Terrorangst und macht deutlich, wie relativ sicher, wir hier immer noch leben. Oder umgekehrt: Wie ganz andere Schicksalsschläge als Terrorgewalt unser Leben jederzeit beenden können und wie wertvoll es sein kann, sich der Allgegenwärtigkeit des Todes bewusst zu sein. Lesen → (Erleichternde Todeszahlen und das Geschenk des Terrors)

Mitfühlendes Verstehen

Als ich die Diskussion zu Wolfs letztem Beitrag hier verfolgte, fiel mir folgendes Zitat ein, das man uns angehenden person-zentrierten Psychotherapeutinnen in unserer Ausbildung geradezu »eingebläut« hat: »Empathisch zu sein bedeutet, den inneren Bezugsrahmen des anderen möglichst exakt wahrzunehmen, mit allen seinen Komponenten und Bedeutungen, gerade so ‚als ob‘ man die andere Person wäre, jedoch ohne jemals die ‚Als-ob-Position‘ aufzugeben« (Carl Rogers, 1959/87). Lesen → (Mitfühlendes Verstehen)