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Rubrik: Spirituelles

Spirituelle Wege und Mystik

22. Dezember 2015
von
Rubriken: Humor, Spirituelles
7 Kommentare
Hände im Himmel
© Bildquellen: Jonas Glaubitz/Fotolia.com / Pakhnyushchy/Shutterstocl.com

Aktive und passive Gnade – oder von Gottes Schlauchboot

Wer sich tiefgehend mit Spiritualität beschäftigt, stößt auf zwei sich scheinbar widersprechende Aussagen. Manche spirituellen Ausrichtungen weisen auf den Wert spiritueller Praxis hin. Sie geben konkrete Anleitung, unser Inneres zu erforschen, um sich aus dem Leiden zu befreien. Andere Lehren betonen den Aspekt der Gnade. Sie meinen, Erlösung oder Befreiung wäre nicht etwas, das man sich erarbeiten müsste – oder überhaupt könnte. Sie kann nur als vom Göttlichen – oder vom SEIN – geschenkt erfahren werden. Meiner Erfahrung nach, sind beide Sichtweisen nur zwei unterschiedliche Seiten derselben „Freiheitsmedaille“.  Lesen → (Aktive und passive Gnade – oder von Gottes Schlauchboot)

Tröstende Hände
Bildquelle: Megaflopp/shutterstock.com

Natürliche Ethik der Ich-Transzendenz

Erleuchtung als Ausrede?

In diesen politisch bewegten Zeiten könnte man denken, dass spirituelle Selbsterkenntnis, die darauf abzielt, unser getrenntes Ich als Illusion zu entlarven, wenig mit der uns umgebenden Wirklichkeit zu tun hat. Sollte man sich als spirituell orientierter Mensch nicht besser handfest in der Flüchtlingsfrage einbringen? Wäre es nicht angebracht, politische Aufklärungsarbeit über Ursachen globaler Krisen zu leisten und nach konstruktiven Lösungen zu suchen? Ist es nicht erforderlich, sich auf die eine oder andere Weise im Außen für Frieden und Gerechtigkeit einsetzen? Es gibt viele Themen, die Handlungsbedarf einfordern. Da kann die mystische Erkenntnis der Ich-Transzendenz, auf die zum Beispiel im modernen Advaita hingewiesen wird, schnell weltfremd wirken. Lesen → (Natürliche Ethik der Ich-Transzendenz)

Verkehrstote in Deutschland monatlich © 2015 grafische Gestaltung T. Brügge mit Bildquelle: Kutsyi Bohdan/Shutterstock.com & Photographee.eu/Shutterstock.com

Erleichternde Todeszahlen und das Geschenk des Terrors

Ja, Terroranschläge wie jener in Paris sind erschreckend. Für den Schock und das Leiden jedes Betroffenen und für die Trauer der Angehörigen können wir Mitgefühl empfinden. Die Einzelschicksale zu betrachten und zu achten, ist wichtig.

Zugleich sollten wir die derzeitigen Opferzahlen aber auch im Verhältnis dazu sehen, wie sonst Schicksalsschläge unser Leben – in Deutschland und anderswo in Europa – beenden können. Das relativiert vielleicht die Terrorangst und macht deutlich, wie relativ sicher, wir hier immer noch leben. Oder umgekehrt: Wie ganz andere Schicksalsschläge als Terrorgewalt unser Leben jederzeit beenden können und wie wertvoll es sein kann, sich der Allgegenwärtigkeit des Todes bewusst zu sein. Lesen → (Erleichternde Todeszahlen und das Geschenk des Terrors)

Mitfühlendes Verstehen

Als ich die Diskussion zu Wolfs letztem Beitrag hier verfolgte, fiel mir folgendes Zitat ein, das man uns angehenden person-zentrierten Psychotherapeutinnen in unserer Ausbildung geradezu »eingebläut« hat: »Empathisch zu sein bedeutet, den inneren Bezugsrahmen des anderen möglichst exakt wahrzunehmen, mit allen seinen Komponenten und Bedeutungen, gerade so ‚als ob‘ man die andere Person wäre, jedoch ohne jemals die ‚Als-ob-Position‘ aufzugeben« (Carl Rogers, 1959/87). Lesen → (Mitfühlendes Verstehen)