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Rubrik: Politik & Gesellschaft

Tröstende Hände
Bildquelle: Megaflopp/shutterstock.com

Natürliche Ethik der Ich-Transzendenz

Erleuchtung als Ausrede?

In diesen politisch bewegten Zeiten könnte man denken, dass spirituelle Selbsterkenntnis, die darauf abzielt, unser getrenntes Ich als Illusion zu entlarven, wenig mit der uns umgebenden Wirklichkeit zu tun hat. Sollte man sich als spirituell orientierter Mensch nicht besser handfest in der Flüchtlingsfrage einbringen? Wäre es nicht angebracht, politische Aufklärungsarbeit über Ursachen globaler Krisen zu leisten und nach konstruktiven Lösungen zu suchen? Ist es nicht erforderlich, sich auf die eine oder andere Weise im Außen für Frieden und Gerechtigkeit einsetzen? Es gibt viele Themen, die Handlungsbedarf einfordern. Da kann die mystische Erkenntnis der Ich-Transzendenz, auf die zum Beispiel im modernen Advaita hingewiesen wird, schnell weltfremd wirken. Lesen → (Natürliche Ethik der Ich-Transzendenz)

Tinkwasservernichtung in Syrien © 2015 grafische Gestaltung T. Brügge mit Bildquelle: Lightspring/Shutterstock.com

Dreckige Militärschläge in Syrien

Militärische Lösungen scheinen manchmal einfach und verlockend wirkungsvoll – aber auch nur auf den allerersten Blick. In den letzten Wochen wurden in Syrien im Kampf gegen den IS ca. 1000 Tanklastzüge bombardiert und zerstört. Zunächst vor allem durch die russische Luftwaffe. Die Amerikaner zogen dann wohl nach. Das Ziel dieses Bombensturms bestand darin, den Verkauf von Erdöl durch den IS vor allem in den Irak – und wohl auch in die Türkei – zu verhindern. Die Millionen- und Milliardengewinne sollten dem IS genommen werden, um ihn finanziell auszutrocknen. Das hört sich zunächst verlockend effektiv an. Lesen → (Dreckige Militärschläge in Syrien)

Verkehrstote in Deutschland monatlich © 2015 grafische Gestaltung T. Brügge mit Bildquelle: Kutsyi Bohdan/Shutterstock.com & Photographee.eu/Shutterstock.com

Erleichternde Todeszahlen und das Geschenk des Terrors

Ja, Terroranschläge wie jener in Paris sind erschreckend. Für den Schock und das Leiden jedes Betroffenen und für die Trauer der Angehörigen können wir Mitgefühl empfinden. Die Einzelschicksale zu betrachten und zu achten, ist wichtig.

Zugleich sollten wir die derzeitigen Opferzahlen aber auch im Verhältnis dazu sehen, wie sonst Schicksalsschläge unser Leben – in Deutschland und anderswo in Europa – beenden können. Das relativiert vielleicht die Terrorangst und macht deutlich, wie relativ sicher, wir hier immer noch leben. Oder umgekehrt: Wie ganz andere Schicksalsschläge als Terrorgewalt unser Leben jederzeit beenden können und wie wertvoll es sein kann, sich der Allgegenwärtigkeit des Todes bewusst zu sein. Lesen → (Erleichternde Todeszahlen und das Geschenk des Terrors)