31. Juli 2018
von
Rubriken: Persönliches, Rundbriefe
9 Kommentare

Back to the Roots – Connection-Rundbrief Nr. 169 vom Ende Juli

»Ich bin nun ein moderner Nomade geworden – back to the roots und dabei technisch hochgerüstet, auf kleinem Raum«—Wolf

Mein Wohnmobil ist eine Art Tiny House auf Rädern. Ich muss gut auswählen, was ich da mitnehme. Die Reduzierung auf den kleinen Raum empfinde ich als Erleichterung; für meine Bedürfnisse ist hier mit allen Stauräumen reichlich Platz. Schließlich hat mir als Backpacker in Asien 1975-77 mehr als zwei Jahre lang ein 20 kg Rucksack gereicht, und es hat mir an nichts gefehlt. Aufwändiger ist das Erlernen der Technik, die ich brauche, um das Wohnmobil optimal zu nutzen, und auch die Einstellung auf die neuen Lebensrhythmen braucht Zeit. Ich bin nun ein moderner Nomade geworden – back to the roots und dabei technisch hochgerüstet, auf kleinem Raum. Nicht mehr nur geistig mobil, wie bisher, sondern nun auch wieder räumlich, das sagt mir sehr zu. 

Vom Ökofootprint her wäre es besser, einen festen Standort zu haben. Die vergangenen 27 Jahre war das für mich so. Nach einiger Zeit des Reisens wird das wahrscheinlich auch für mich wieder so sein. Da ich meinen Lebenssinn darin sehe, anderen mitzuteilen, wie man die Wahrnehmung der Welt und von sich selbst verändern kann, leiste ich mir jedoch jetzt erstmal die Öko-Sünde dieser hohen Mobilität.

Marion Kaiser beim Bemalen meines Wohnmobils

 

Mein Tiny House wurde übrigens von Marion Kaiser bemalt und ist so fast eine Art Magic Bus geworden. Ihr Motto ist ein Zitat von Albert Einstein: »Kreativität ist Intelligenz, die Spaß hat.«

Der Wohnungsmarkt

Das Connectionhaus stand immer für gemeinschaftliches Zusammenleben. Nun wird es von Menschen übernommen, die genau das anstreben: Marcel Seehuber und David Pietzka vom Altöttinger Mieter Konvent wollen auch das Connectionhaus zu einem von seinen Mietern selbstverwalteten Projekt machen, die auf diese Weise Verfügung über ihr Wohnhaus bekommen und sich gegen die Drohung durch steigende Mieten schützen können. Am 2. August um 16 Uhr stellen sie im Connectionhaus ihr Anliegen vor. Ihr Wohnprojekt in Altötting Mieter ist nun übrigens für den Nachbarschaftspreis nominiert worden. 

Links

Es gibt viel Gutes in der Welt. Für uns Menschen überwiegt das Gut, leider nicht auch für die von uns benutzen Tiere und Pflanzen. Weil die Nachrichtenmedien das Schlimme bevorzugen, scheint es jedoch überall um uns herum sehr schlimm zu sein, und es breiten sich Wut und Empörung aus. Trotz des vielen Guten möchte auch ich hier gezielt auf Schlechtes hinweisen – jedenfalls dann, wenn es verbesserbar ist. Als erstes auf die Heuchelei des Greenwashing. 

Als zweites auf ein weiteres Übel, das sich von Trumpistan aus in der Welt ausbreitet: Aufgrund eines dortigen höchstrichterlichen Beschlusses kann nun nicht nur, sondern »darf auch« (well, what’s the difference) jeder Waffen per 3D-Druck herstellen. 

Und dann ein Aufschrei von Sibylle Berg (ihr Blog habe ich abonniert), der auch mir aus der Seele schreit. Trotz solcher nötigen und hoffentlich auch die Not wendenden Aufschreie können wir das Leben genießen – wir, die wir in Deutschland so viel Glück haben mit so vielem. Und es könnte so gut sein auch für alle, wenn wir ein bisschen intelligenter mit uns selbst und unserer Umwelt (Mitwelt) umgehen würden.

Zu Lesendes – aktuelle Texte von mir

Alle wünschen sich Liebe, viele wünschen sich Sex. Maithuna, der »heilige Akt«, das höchste der tantrischen Rituale, ist das Thema des aktuellen Tantra-Newsletters. Die Heiligkeit dieses Aktes wird jedoch durch unser Bewusstsein kreiert, nicht schon durch den Akt selbst, wie rituell auch immer er ausgeführt wird, behaupte ich. Und das gilt auch für andere Akte.

KGS Berlin hat diesen Sommer Natur zum Thema – meine Texte für diese Zeitschrift findet ihr sowohl im Print wie auch auf kgsberlin.de, und dort auch als Audio.  

Neben KGS Berlin schreibe ich regelmäßig für die Zeitschriften Ursache&Wirkung und Spuren. Mit Martin Frischknecht, dem Herausgeber der Schweizer Zeitschrift »Spuren« blogge ich zudem immer mal wieder »vierhändig«; diesmal zum Thema der Netflix-Doku-Filmserie »Wild Wild Country« über die Kommune, die Osho in Oregon von 1981 bis 1985 etabliert hatte.

Neu ist, dass ich auch für Lucy’s Rausch schreibe. Die aktuelle Ausgabe Nr. 7 mit dem Schwerpunkt »75 Jahre LDS« enthält einen Artikel von mir über meine LDS-Erfahrungen und andere Räusche. Für die kommende Ausgabe (Nr. 8) habe ich einen Text über »Die Dröhnung des Normalen« geschrieben: Von dem besessen zu sein, was alle denken, ist auch eine Dröhnung. 

Neu ist auch, dass »Natur & Heilen« einen Text von mir aufgenommen hat. Deren Septemberausgabe enthält einen kurzen Text von mir über »Kinder«.

Alle paar Monate schreibe ich für die Osho Times. Die Septemberausgabe der OT wird einen »Klartext« von mir darüber enthalten, warum die in der globalisierten, vernetzen Welt kontinuierlich zunehmende Ungleichheit zu Migrationen führt und wie wichtig der Unterschied zwischen Fakt und (faktisch wirksamen) Fiktionen ist.

Am 3. September erscheint bei Arkana das von mir übersetzte Buch des grandios komischen Heilers und Yogalehrers JP Sears: Reite das Einhorn – Auf der Überholspur zur Erleuchtung. 

Mit Dorothea Mihm arbeite ich an ihrem neuesten Buch über tibetische Sterbebegleitung (ebenfalls bei Arkana, es soll im Herbst 2019 erscheinen). 

Mit Mounira Latrache arbeite ich an »Wofür brennst du?«, ihrem Buch über das Finden des Lebensthema. Wofür wir brennen, das beseelt und beflügelt uns und lässt uns auch Rückschläge überstehen ohne den Mut zu verlieren. Das Buch erscheint bei Ariston im Herbst 2019. 

Veranstaltungen, an denen ich teilnehme

(Das von Stefan Mandel seit ein paar Jahren allsommerlich organisierte Pacha Mama Camp, an dem ich diesmal teilnehmen wollte, ist heuer leider ausgefallen. Neeeeiiiiin, es ist nicht meine Schuld!)

Am 15.-19. August bin ich Dozent im Modul IV der Anukan-Massage-Ausbildung. Da geht es um Selbsterfahrung und Therapeuten/Klienten-Kommunikation bei professionell Massierenden.

7.-9. 9. findet wieder der nicht öffentliche Fireside-Chat auf der fränkischen Burg Lisberg statt. Auf Englisch, mit Chemikern und Umweltschützern zum Thema »Science and Faith – What and Where is Truth?«. Ich versuche gerade, mich dafür frei zu machen und will auf jeden Fall demnächst über diesen kleinen Think-Tank von Chemikern und Ökoaktivisten was schreiben.

In Dresden halte ich am, 27. 9. von 19.30-22 h einen Vortrag zum Thema: »Worüber lachst du da?« Über Humor als Aphrodisiakum und Mittel zur Lösung von Konflikten. Mit spielerischen Übungen. Eintritt 25 € (ermäßigt 15 €).

Auf Gut Frohberg gibt es vom 28.9. bis 3.10. wieder ein Tantra für Fortgeschrittene. Ich bin wieder dabei und am Jahresende auch im Silvester-Retreat.

Vom 3. bis 6. Oktober läuft in Mannheim die von Studenten organisierte MIND-Akademie zum Thema »Norm und Abweichung«. Dort bin ich mit einem 2 h Vortrag (und Workshop) über »Normalität, Innovation und die Kreation der eigenen, individuellen Identität« vertreten.

Am 7. Oktober halte ich von 15 bis 16.30 h in Heidelberg einen Vortrag über Humor, auf Wunsch mit Übungen: Worüber lachst du da? Ort: Praxis für Physiotherapie und Yoga, Landhausstr. 17, 69117 Heidelberg. Kosten: 10/15 €. Anschließend ab 17 h gibt es Lachyoga mit Ulrike Müller (10 €).  

Am 11. November von 14-17 h leite ich in Aschheim bei München einen kurzen Humorworkshop zum Thema »Von der Tragik zur Komik – Humor macht das Leben leichter« (offenbar ein Geheimtipp, denn im Internet finde ich dazu nichts).

Am 24./25. November gibt es mal wieder mal einen Humorworkshop über ein ganzes Wochenende: »Sind wir komisch?«. Sa 10-18 h, So 9-16 h, in Heidelberg. Für Frühbucher bis 15. Sept kostet er 150 €, danach 190 €. Für Paare 320 €, für Frühbucherpaare 260 €. Wieder in der Praxis für Physiotherapie und Yoga. Weitere Infos auf bewusstseinserheiterung.info. Anmeldung für Vortrag & Workshop in HD bei ulmuta@gmx.de. Günstige Übernachtungsplätze bietet Steffis Hostel (Mehrbettzimmer für 23 €).

Von Mitte Januar bis Anfang April 2019 bin ich wieder auf La Palma, die meiste Zeit in Puerto Tazacorte. 13./14. April im BecomeLove (Philosophie der Liebe) auf Gut Pommritz oder im Berliner Hotel Essentis. An Ostern (18. bis 23. April) ist wieder das BeFree Osterfestival (bin wahrscheinlich dabei, es ist aber auch ohne mich lohnend), und am 26. bis 28. April gebe ich einen Humorworkshop in oder Nähe von Dresden.

RSS abonnieren

Diskussion zu: Back to the Roots – Connection-Rundbrief Nr. 169 vom Ende Juli

  1. Humor ist dein bevorzugtes Thema, wie es scheint.
    Frage mich gerade, wie es dazu gekommen ist – oder vielmehr, was er Dir jetzt gerade bedeutet.
    Lieben Gruß
    Gerhard M.

  2. Ist es da auch abends/nachts warm, wo Du in La Palma hingehst?

  3. La Palma ist tatsächlich milder: im Winter wärmer, im Sommer – zur Zeit jedenfalls – kühler.
    Wolf

  4. Na ja, „back to the roots“ – ist es das wirklich? Dann bist Du jetzt sesshaft über Jahrzehnte nicht bei den Wurzeln gewesen? Auf jeden Fall wünsche ich Dir viel Freude auf den fahrenden Wurzeln.

  5. Verwurzelter bin ich als Fahrender sicherlich nicht. Nur insofern die Nomaden der Steinzeit vor der Erfindung der Landwirtschaft („neolithische Revolution“) mit folgender Sesshaftigkeit früher dran waren, bin ich nun näher an der Ursprüngen.

  6. Wolf, ich fragte Dich nach „abends“. Ich war ja vor drei Jahren in La Palma und da musste man abends im Zimmer den Heizkörper anmachen. Wir sassen in Decken da.

  7. Am Meer ist es dort auch abends warm genug, weiter oben kann es nachts kalt sein.

  8. Lieber Wolf,

    Danke für Deinen wunder-vollen Newsletter. Ich fühle mich diesmal sehr bereichert und hab mich besonders über Dein Interview zur Netflix Serie sehr gefreut.

    Osho ist mir einerseits so unbekannt, ich las erst 2003 zum ersten Mal ein paar seiner Bücher – und doch scheint er mir seither vertraut und zutiefst vertrauenswürdig in seinem SEIN. Und ER schart gerade einige seiner Schüler um mich, wie wenn er auch mich noch etwas lehren möchte. Das ist herausfordernd, und besonders.

    Gerne würde ich im Wesen(tlichen) spüren, ob er nicht doch alles mit absoluter Bewusstheit getan hat… und seine Herausforderung an jeden Einzelnen nicht kern-durchdringend war, ist und bleibt?!

    Auf mehr von Dir, und vielleicht ab und an mehr über den ewigen „kosmischen Coyoten“

    Herzliche Grüße

    Markus

  9. Ich habe mich gefragt, was mich an der Bemalung irritiert… dann fiel es mir ein: Das „beißt“ sich mit dem Design des Autos selbst. Auf einem VW-Bus Bj. 1970 hätte das stilistisch gepasst.

Dein Kommentar zu: Back to the Roots – Connection-Rundbrief Nr. 169 vom Ende Juli

*) Pflichtfelder. E-Mail wird nicht veröffentlicht