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Artikel von Wolf

Wolf Schneider wurde 1952 in Tübingen geboren und wuchs im Umfeld der Max-Planck-Institute Seewiesen auf. Nach Abitur mit Bestnote studierte er in München vier Jahre lang Naturwissenschaften und Philosophie (u.a. bei Wolfgang Stegmüller und Carl-Friedrich von Weizsäcker). Die Suche nach dem Sinn des Lebens trieb ihn dann in die Welt hinaus, und er verbrachte einige Jahre in Süd- und Südostasien. 1976 trat er für sechs Monate in ein buddhistisches Kloster ein (traditionell initiiert in pabbaja, die »Heimatlosigkeit«). 1977 Schüler von Osho, der ihm den buddhistischen Namen Sugata gab. 1985 gründete er den Connection-Verlag.

Angst vor Fanatikern

Zwei Tage nach den beiden Familien aus Damaskus und Kabul kamen bei uns drei Männer aus Afghanistan an. Die zuständige Asylsozialberaterin wies ihnen die Zimmer zu und teilte dabei einem Hazara (eine mongolisch-stämmige Ethnie aus Zentralafghanistan) ein Zimmer zusammen mit einem Pashtunen zu. »Das geht nicht«, sagte der Hazara in gebrochenem Englisch, »ich habe Angst!«. Lesen → (Angst vor Fanatikern)

Religion und Tanz 

Mike (so nennt er sich) aus Kabul ist bisher der einzige im Haus, der täglich betet. Ich sah ihn zu Sonnenuntergang in seinem Zimmer, wie er sich dafür nordostwärst richtete. Nordostwärst? Mekka liegt von uns aus südostwärts. Seitdem ich Mike und den anderen das sagte, gelte ich in der oberen WG als Religionsgelehrter. »Nach Nordosten, spinnst du? Du wirst doch nicht Putin anbeten wollten, oder? Dort liegt Moskau!« Sie lachten. Lesen → (Religion und Tanz )

Rundbrief Nr. 136 vom Januar 2016

Liebe Freunde,

neben dem Leben mit Flüchtlingen in unserem Haus in Niedertaufkirchen und der Neugestaltung des Connectionhauses als lokales Kulturzentrum gibt es für mich diesmal zwei große Themen. Das erste ist meine neue Liebe – oh, ah, ui, ja das! – aber jetzt abstrakter: das Thema der Liebesbeziehung als etwas, für das sich zwei Menschen entscheiden, das aber auch von einer Community getragen wird – oder eben nicht, so wie bei Romeo & Julia oder bei Leila & Majnun, wo die Herkunftfamilien diese Liaison nicht wollten.  Lesen → (Rundbrief Nr. 136 vom Januar 2016)