Britta Hölzel Video
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Achtsamkeit – gelebte Nondualität

„Achtsamkeit ist der bewegte Ausdruck stillen Gewahrseins.“ Diese Erläuterung des Zen-Mönches Thich Nhat Hanh Than finde ich wunderschön. Ich würde es für mich auch manchmal so formulieren: „Achtsamkeit ist der Geschmack friedvollens Einsseins im alltäglichen Leben“ oder knapp: „Achtsamkeit ist gelebte Nondualität“. Die Psychologin und Neurowissenschaftlerin Dr. Britta Hölzel spricht in diesem Interview auf eine erfrischende und tiefsinnige Weise über Achtsamkeit und deren heilsame Wirkung. Und vor allem so, dass auch „Nicht-Spirituelle“ es verstehen können. Das ist viel Wert!

Man spürt ihre inneren Erfahrungen mit diesem Thema. Und nebenbei gesagt: Sie verriet mir in einem Email-Kontakt, dass sie – wie ich auch – Sri Ramana Maharshi und seine Botschaft liebt. Das macht sie für mich um so sympathischer.

Vor 18 Jahren kam sie während eines längeren Indienaufenthalts mit Meditation und Yoga in Kontakt. Fasziniert von deren Wirkung, begann sie damit, Achtsamkeit und verschiedene Entspannungstechniken neurowissenschaftlich zu erforschen. 2015 erschien ihr Buch „Achtsamkeit mitten im Leben“.

Padma und ich haben sie schon als Gastreferentin für unsere Ausbildung (www.bodhisat.de) angefragt und vielleicht klappt es ja irgendwann für eine vielleicht in Süddeutschland entstehende Ausbildungsgruppe.

Hier der Link zu dem ca. 45-minütigen Interview:

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Diskussion zu: Achtsamkeit – gelebte Nondualität

  1. Konnte das heute noch nicht vollständig anschauen. Dann letztlich doch!

    Zum einen: Ein irrsinnig breit getretenes Thema, ganz ohne Wertung jetzt einmal, z,b. Bodyscan, Abdriften während der Meditation.
    Weitere Beobachtung auch: Wie konkret ändert sich das Leben, wenn man „Achtsamkeit“ ständig praktiziert? Wie sehen die neuen Prozentverhältnisse aus? Bin ich da wirklich zu 90 Prozent aufmerksam in der jeweiligen Situation, wo ich zuvor vielleicht umgekehrt zu 90 Prozent in unsinnigen Gedankenkreisen war? (Sie sprach von 50 %, aber ich denke, sie meinte einen höheren Prozentsatz des Abdriftens).
    Ich kann mir nicht vorstellen, daß all das „Überflüssige“, also Bewerten, Nachbereiten, Vorwärtsprojizieren ect ect massiv prozentual verschwindet.
    Neuromässig sind diese „Abschweifungen“ Teil des Apparats, Teil der Neuroverrichtungen des Menschen schon immer . Ist ein lange Übender wirklich ein völlig anderer, ist er Herr seiner Abläufe im Gehirn??
    Das wäre riesig: All das erlernte, adaptive, all die gehirnlichen Szenarios, umgebildet und transformiert??
    Bei 20 Minuten ist das genau das Thema: 8 Wochen Kurs, dann gibt es strukturelle Veränderungen. Das glaube ich durchaus, aber 8 Wochen polt das Gehirn um?
    Meditation und die Auswirkungen im Gehirn sind ja im übrigen schon sehr sehr lange neurologisch untersucht, ist also wirklich nichts Neues.
    „Neuroplastiztät“ ist ja auch ein neues „Mode“-Wort, habe Doidge’s Buch dazugelesen, das ist durchaus so.
    Sie spricht von einem „dauernden“ Übungsfeld (28 min), nimmt also den Anspruch dann deutlich wieder raus.
    Nicht-identifizieren mit Gefühlen: Angsterkrankungen!!: Das wäre interessant gewesen, aber die Moderatorin unterbricht.
    Alles darf sein, alle Gefühle, ich bin nicht identisch mit dem Gefühl.
    Facettenreicher werden die Erfahrungen durch die Achtsamkeitspraxis: Das passiert im übrigen m.e. auch in normaler Praxis…wenn man sich mit sich befasst und sich reflektiert.
    Verbundenheit (34 Minuten): Bin ich auch verbunden mit all den Reaktionären, rechten Strömungen, denn diese sind ja auch Teil des Ganzen?
    37 Minuten: Atmung spüren, an der Ampel?!
    38 Minuten: Guter Punkt! Achtsamkeit missbraucht als Instrument im Beruf.
    Je mehr ich darüber nachdenke und was auch in dem Video spürbar wird: Achtsamkeit ist ein Instrument, das Wunder bewirken kann, wenn es richtig für sich eingesetzt wird. Per se ist das sicher nicht der Fall.
    41 Min (Schmerz):
    „Neugierig“ schauen, wie der chronische Schmerz abebbt oder nicht.
    Innere Haltung dem Schmerz gegenüber transformieren. ich würde hier fragen, wie diese Aussagen Leute empfinden, die schon jahrelang Schmerzen haben und dadurch geprägt und „verbogen“ sind?
    Wenn überhaupt, kann der jahrelange Schmerzpatient das nicht alleine durch Achtsamkeitsübungen bewältigen.

    Schlussendlich: Achtsamkeitsübungen sind m.E. ein vernünftiger Weg, aber man gut tut daran, nicht zuviel davon zu erwarten. Achtsamkeit ist sicher besser als Nicht-Achtsamkeit.
    Das ist mein bescheidenes Resumee.

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